Maton

Die Alp Maton wird als Rinderalp betrieben.

Bewirtschafterin: Ortsgemeinde Pfäfers

Alpfläche: 209 ha, Weidefläche: 72 ha.

Säss: Maton 1757 m. ü. M..

1 Kuh, 113 Aufzuchtrinder und -kälber, 64 NST

Die Alp Maton hiess früher Montanen und war zusammen mit der Alp Findels ein Lehen des Klosters Pfäfers. Sie wurde von den Hinterbergern und Grubern auch als Allmeind gebraucht, was die Alp zum Zankapfel machte.

Spruchbrief vom 26. Mai 1496 betreffend die Alp Maton. (so wie  damals Geschrieben wurde.)z.b. Pfäfers.

Zwischen der Nachburschaft von Pfävers ains tails und enen von Sant Margrethen Berg andertheils entstand Streit,da die von Pfävers meinten, dass Montanen ein Alp sei und zu der Alp Findels gehören, dann man vor etlichen Jahren allda gealpet und gesennet hab. Man hab och darvon der Alp Findels ze Stür geben vier biner Schmaltz, die man jerlich gen Pfävers geben und geantwort hab daby man wohl verstand und wiss, dass da allweg von alter her ein Alp gewesen sige, während die ab dem Berg meinten, es gehörte inen und wer nit ein alp, dann sie allweg ihr heimsch Vieh in Montanen getrieben hettind, allda geweidet und von denen von Vatz mer weid dazuo empfangen uss der ursach, dass sie uff Montana weid nit genuog haben möchtind.
Man hab och nie da gealpet noch gesennet, noch kein zins nit gericht und vermeinten, es sol noch also, wie von Alters her ir weid sin und sollen die von Pfävers nit dahin triben. Abt Melchior, vor den die Parteien ihren Streit brachten, entschied, mit Raut und Hilf unsers Convents und anderer, erberer wisen lüten, er lass Montana ein Alp sin und bleiben wie von alter heren, und die Parteien sollen, zuo baider sit einandern hilfrich sein, die ze bessern.

Es folgten noch weitere Streitigkeiten und Spruchbriefe bei denen die Ortsgemeinde Pfäfers immer weiter aus der Alp gedrängt wurde. Schliesslich konnte die Ortsgemeinde 1858 die Güter Fürkli und Büel aufkaufen und kam so  wieder in den Genuss der Alprechte. Die Streitigkeiten dauerten aber bis ins Jahr 1900.

1864 wurde die Hütte neu erbaut. 2012 wurde sie durchgehend renoviert. Heute wird die Alp mit Rindern bestossen.